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Häufige Fragen und Antworten

Der Wettbewerb

Was ist „Unser Dorf. Unsere Zukunft.“?

„Unser Dorf. Unsere Zukunft.“ ist ein bayernweiter Wettbewerb für Dörfer, Dorfgemeinschaften und Ortsteile, die ihre Heimat aktiv weiterentwickeln wollen. Das Format gehört zum bundesweiten Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“.

Im Mittelpunkt stehen die Menschen vor Ort und die Frage: Wie wollen wir in Zukunft in unserem Dorf leben? Die Teilnahme ist vor allem eine Einladung: Loslegen, Ideen entwickeln, Menschen zusammenbringen und gemeinsam etwas bewegen.

Was ist das Ziel des Wettbewerbs?

Der Wettbewerb möchte Dorfgemeinschaften ermutigen, ihre Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Gemeinsam sollen Stärken entdeckt, Herausforderungen angegangen und Ideen entwickelt werden. Dabei kann jedes Dorf seinen eigenen Weg gehen. Denn was für das eine Dorf passt, muss für das andere noch lange nicht richtig sein.

Kurz gesagt: Es geht nicht darum, das schönste Dorf zu finden. „Unser Dorf. Unsere Zukunft.“ zeichnet Dörfer aus, die gemeinsam Zukunft gestalten – und will andere ermutigen, es ihnen gleichzutun.

Warum macht unser Dorf mit?

Weil es eine gute Gelegenheit ist, gemeinsam etwas auf die Beine zu stellen, Ideen sichtbar zu machen und neue Energie ins Dorf zu bringen. Gleichzeitig bietet der Wettbewerb einen Anlass, über Dinge zu sprechen, für die im Alltag wenig Zeit bleibt: Was macht unser Dorf lebenswert? Was fehlt uns? Was wollen wir bewahren? Und was wollen wir verändern?

Und natürlich darf auch der Wettbewerb selbst Spaß machen. Denn Zukunft gestalten muss nicht trocken sein – sie darf gemeinsam, kreativ und mit Freude passieren.

Geht es beim Wettbewerb nur ums Gewinnen?

Nein. Natürlich gibt es Auszeichnungen und die Möglichkeit, auf den nächsten Ebenen weiterzukommen. Aber der eigentliche Gewinn liegt auch darin, miteinander ins Gespräch kommen, Projekte anzustoßen und neue Kontakte zu knüpfen. Viele Dörfer profitieren langfristig von dem Prozess, nicht nur vom Ergebnis

Ich habe eine Idee – was mache ich damit?

Erzählt sie weiter! Sprecht mit anderen Menschen im Dorf, mit dem Bürgermeister oder der Bürgermeisterin, mit Vereinen oder Initiativen. Vielleicht gibt es jemanden, der eine ähnliche Idee hat oder genau das beitragen kann, was euch noch fehlt. Denn aus einer einzelnen Idee wird oft erst dann etwas, wenn mehrere Menschen daraus eine gemeinsame Sache machen.

Rund um die Teilnahme und Bewerbung

Welche Voraussetzungen muss unser Dorf erfüllen, um am Wettbewerb teilnehmen zu können

Mitmachen können Dörfer und Ortsteile mit bis zu 3.000 Einwohnern und einer engagierten Dorfgemeinschaft. Entscheidend ist vor allem der gemeinsame Wille, das Dorf lebendig und zukunftsfähig zu gestalten

Wie läuft die Bewerbung ab und welche Fristen gelten?

Ab dem 1. Januar 2027 könnt ihr euch mit eurem Dorf, Ortsteil oder Verein über unser Anmeldeportal um eine Teilnahme bewerben. Entscheidend ist, dass die Teilnahme von der Kommune unterstützt und von der Dorfgemeinschaft mitgetragen wird. Bewerben könnt ihr euch bis zum 1. Juni 2027.

Ihr habt Interesse an einer Teilnahme? Dann lasst euch von uns an den Bewerbungsstart im Januar erinnern

Wer unterstützt unser Dorf bei der Teilnahme?

Ihr müsst den Wettbewerb nicht allein organisieren. Auf dem Weg durch den Wettbewerb stehen euch verschiedene Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner zur Seite. 
Eine wichtige Rolle übernimmt die Kreisfachberatung für Gartenkultur und Landespflege an den jeweiligen Landratsämtern. Sie informiert über den Wettbewerb, begleitet die Dörfer auf Kreisebene und unterstützt dabei, Ideen zu entwickeln und die eigene Dorfentwicklung in den Blick zu nehmen. Darüber hinaus gibt es Informationen, Materialien und Anregungen, die euch bei der Vorbereitung und Durchführung unterstützen.

In unserer Übersicht erfahrt ihr, wer für euren Landkreis zuständig ist.

Was passiert nach der Bewerbung?

Sobald ihr die Bewerbung im Anmeldeportal eingereicht habt, erhaltet ihr eine Bestätigung, ob euer Antrag eingegangen ist. Im Anschluss sieht sich die zuständige Kreisfachberatung euren Bewerbungsbogen an und teilt euch mit, wie es weitergeht.

Entstehen Teilnahmegebühren?

Die Teilnahme am Wettbewerb ist kostenfrei. Für einzelne Aktionen oder Projekte können natürlich eigene Kosten entstehen. Diese müssen aber nicht groß sein: Oft sind es gerade die einfachen Ideen, die Menschen zusammenbringen und etwas bewegen.

Startgeld und Start-Aktion

Gibt es ein Startgeld und wofür dürfen wir es verwenden?

Um Vereine und Dörfer zum Start zu unterstützen, gibt es in der kommenden Runde erstmals 1.000 Euro Startgeld pro Dorf oder Ortsteil. Verbunden mit dem Startgeld ist eine erste Dorf-Aktion, die den Menschen vor Ort helfen soll, sich zusammen mit den Chancen und Möglichkeiten ihres Dorfes auseinanderzusetzen und ins Machen zu kommen.

Was ist eine gute Start-Aktion?

Ob gemeinsamer Auftakt-Tag, kleine Ortsmitte-Aktion, Ideenwerkstatt oder ein Dorfspaziergang mit Zukunftsgesprächen – die Startaktion soll zeigen: Bei uns tut sich was und es sind alle eingeladen mitzumachen. Das Startgeld hilft dabei, die ersten Ideen sichtbar und erlebbar zu machen, ohne dass es viel Geld oder eine lange Planung braucht. Wichtig ist, dass die Aktion zu eurem Dorf passt und Menschen miteinander ins Gespräch bringt.

Ideen für mögliche Start-Aktionen findet ihr auch auf unserer Webseite unter „Start-Aktionen“.

Vorbereitung im Dorf

Wer kann sich einbringen?

„Unser Dorf. Unsere Zukunft.“ lebt davon, dass möglichst viele Menschen ihre Ideen, Fähigkeiten und Perspektiven einbringen. Dabei spielt es keine Rolle, ob ihr schon seit Generationen im Dorf lebt oder erst vor kurzem hier angekommen seid.

Gemeinsam können sich zum Beispiel Vereine und Initiativen, Gemeinde, Landwirtschaft und Gewerbe, Familien, Kinder und Jugendliche, Seniorinnen und Senioren, Schulen und Kindergärten oder einfach engagierte Nachbarinnen und Nachbarn einbringen.

Jede Idee, jede helfende Hand und jede Perspektive zählt.

Wie können wir uns vorbereiten?

Am besten ganz ohne Stress. Nach der Anmeldung geht es darum, Menschen zusammenzubringen und gemeinsam herauszufinden, was euer Dorf ausmacht und wo ihr als Dorfgemeinschaft hinwollt. Dafür müsst ihr noch keinen fertigen Plan haben. Die Startaktion ist eine gute Gelegenheit, gemeinsam ins Gespräch zu kommen und erste Ideen zu sammeln. Um die nächsten Schritte zu koordinieren, kann es sinnvoll sein, ein kleines Team zu bilden. Alles Weitere kann sich nach und nach entwickeln.

Wie viel Zeit haben wir für die Vorbereitung?

Nach der Anmeldung steht ausreichend Zeit zur Verfügung, um gemeinsam Ideen zu entwickeln. Dabei geht es nicht darum, möglichst schnell möglichst viel zu schaffen. Viel wichtiger ist eine Entwicklung, die zum Dorf passt und von den Menschen vor Ort getragen wird. Der Wettbewerb soll einen Anstoß geben – nicht zusätzlichen Zeitdruck erzeugen.

Müssen wir für den Dorfbesuch eine perfekte Präsentation vorbereiten?

·    Nein. Der Dorfrundgang soll einen authentischen Eindruck vom Dorf und seiner Entwicklung vermitteln. Zeigt, was euch wichtig ist, was ihr bereits erreicht habt, woran ihr gerade arbeitet und welche Ideen ihr für die Zukunft habt. Und erzählt vor allem von den Menschen dahinter. Denn ein Dorf lässt sich nicht nur anschauen – man muss es erleben.

Ablauf des Wettbewerbs

Wie ist der Wettbewerb aufgebaut (Kreis-, Bezirks-, Landesebene)?

Der Wettbewerb findet in mehreren Stufen statt: Kreis-, Bezirks- und Landesebene. Nach der Anmeldung startet das Dorf auf Kreisebene. Die Dörfer mit dem meisten Potential können sich für den Bezirksentscheid qualifizieren. Von dort geht es für die Dörfer, die in ihrer Entwicklung am weitesten sind, weiter zum Landesentscheid und schließlich zum Bundesentscheid.

Aber egal, auf welcher Ebene ein Dorf dabei ist: Der wichtigste Teil des Wettbewerbs findet vor Ort statt – im eigenen Dorf.

Was erwartet unser Dorf auf Kreisebene?

·    Die Kreisebene ist die erste Stufe des Wettbewerbs. Dort geht es darum, gemeinsam loszulegen, sich mit den eigenen Stärken und Entwicklungsmöglichkeiten auseinanderzusetzen und die Zukunft des Dorfes in den Blick zu nehmen.

Zum Kreisentscheid besucht eine Jury das Dorf und macht sich vor Ort ein Bild von der Entwicklung. Dabei steht nicht der Vergleich mit einem vermeintlichen „Idealdorf“ im Vordergrund. Jedes Dorf wird ausgehend von seinen eigenen Voraussetzungen betrachtet und anschließend beraten.

Was passiert, wenn die Jury ins Dorf kommt?

Für den Kreisentscheid besucht eine Jury das Dorf und bekommt von den Menschen vor Ort einen Einblick in das Dorfleben und seine Entwicklung.

Dabei können wichtige Orte, Projekte und Menschen vorgestellt werden. Besonders interessant ist, wie die verschiedenen Bereiche des Dorfes zusammenwirken und wie sich die Dorfgemeinschaft für die Zukunft aufstellen möchte.

Der Besuch der Jury im Dorf soll dabei kein Prüfungstermin sein. Er ist vielmehr die Gelegenheit, die eigene Geschichte zu erzählen, zu zeigen, was das Dorf ausmacht und Feedback zu erhalten, wie es weitergehen könnte.

Wie geht es nach dem Dorfbesuch weiter?

    Die Jury tauscht sich über die Eindrücke aus dem Dorf aus und entscheidet, wen sie für die nächste Ebene nominieren möchte. Die Ergebnisse werden anschließend bekannt gegeben und die teilnehmenden Dörfer ausgezeichnet.

    Und dann? Dann geht es im Dorf weiter. Denn die Teilnahme am Wettbewerb soll nicht der Abschluss einer Entwicklung sein, sondern möglichst der Beginn von etwas Neuem.

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    Was wird beim Wettbewerb gewertet?

    W
    Gewertet wird, wie ein Dorf seine Zukunft gestaltet – und was die Menschen vor Ort gemeinsam dafür tun. Dabei wird das Dorf ganzheitlich betrachtet: Wie lebendig ist die Dorfgemeinschaft? Wie geht das Dorf mit seiner Geschichte und seinen Besonderheiten um? Wie werden Ortsbild, Baukultur, Natur und Grün gestaltet? Wie sieht es mit Wirtschaft, Versorgung und Infrastruktur aus? Und vor allem: Hat das Dorf Ideen für seine Zukunft und macht es sich gemeinsam auf den Weg?

    Es geht also nicht um einzelne besonders schöne Projekte. Entscheidend ist das Gesamtbild des Dorfes und seiner Entwicklung.

    Themenbereiche

    Welche Themen spielen eine Rolle bei „Unser Dorf. Unsere Zukunft.“?

    Es gibt verschiedene Bereiche, die für ein zukunftsfähiges Dorf wichtig sind und deswegen eine Rolle im Wettbewerb spielen. Beispiele hierfür sind Zusammenhalt, Innenentwicklung, Ortsbild, Treffpunkte, Ehrenamt, Klima- und Umweltschutz, lebendige Ortsmitte oder gute Ideen für die Zukunft. 

    Wichtig ist dabei, dass die Themen zum Dorf passen und authentisch wirken. Es zählt nicht nur, was bereits vorhanden ist. Auch der Weg, den ein Dorf einschlägt, und das Engagement der Menschen spielen eine wichtige Rolle.

    Alle Informationen zu den Themenbereichen findet ihr auch auf unserer Seite „Mitmachen“.

    Wie viel zählt das Engagement der Bürgerinnen und Bürger?

      Sehr viel. Der Wettbewerb ist ausdrücklich ein Wettbewerb für Menschen, und die Jury schaut darauf, wie stark die Dorfgemeinschaft eingebunden ist und wie viel Eigeninitiative vor Ort vorhanden ist.

      Gibt es eine Gewichtung der einzelnen Themenbereiche?

        Alle drei Themenbereiche „Regionale Wirtschaft und Daseinsvorsorge“, „Soziales und kulturelles Leben“ sowie „Baukultur, Umwelt und Grünes Dorf“ werden gleich gewichtet. Daneben zählt vor allem der Gesamteindruck, das heißt: Wie viel Gemeinschaft und Engagement steckt in eurem Dorf? Wie geht ihr zusammen mit Herausforderungen um? Welche Lösungen entwickelt ihr individuell für euren Ort

        Muss unser Dorf in allen Bereichen gut sein?

        ·    Nein. Kein Dorf ist überall gleich stark – und genau das ist auch nicht das Ziel. Jedes Dorf hat seine eigenen Stärken, Herausforderungen und Möglichkeiten. Wichtig ist, dass ihr wisst, wo ihr steht, wo ihr hinwollt und was ihr gemeinsam dafür tun könnt.

        Vielleicht ist euer Dorf besonders stark im Vereinsleben, hat aber beim Ortsbild noch Entwicklungsbedarf. Vielleicht gibt es tolle Ideen für die Zukunft, aber noch nicht für alles eine Lösung. Das ist völlig in Ordnung. Es geht nicht um Perfektion, sondern um eine gute Entwicklung

        Werden auch Dinge gewertet, die wir gerade erst anfangen?

        ·    Ja. Beim Wettbewerb zählt nicht nur das, was bereits fertig ist. Auch Ideen, Engagement und begonnene Entwicklungen können zeigen, dass ein Dorf seine Zukunft aktiv gestaltet. Ein Projekt muss also nicht bereits abgeschlossen sein, um etwas über die Zukunftsfähigkeit eines Dorfes auszusagen. Entscheidend ist: Warum macht ihr es? Was wollt ihr damit erreichen? Und wer macht mit?

        Ergebnisse & Auszeichnungen

        Wer entscheidet, welche Dörfer weiterkommen?

          Die Bewertung erfolgt durch eine unabhängige Jury, die sich aus Fachleuten verschiedener Bereiche zusammensetzt. Sie macht sich bei einem Dorfrundgang ein eigenes Bild vom Dorf und betrachtet die verschiedenen Gestaltungsbereiche im Zusammenhang.

          Dabei geht es nicht darum, Dörfer miteinander zu vergleichen. Bewertet wird, wie gut ein Dorf seine eigenen Möglichkeiten nutzt und seine Zukunft gemeinsam gestaltet

          Wann und wie erfahren wir die Ergebnisse?

            Sobald sich die Jury einig ist, werden die teilnehmenden Dörfer über das Ergebnis informiert. Sie erfahren außerdem, ob sie für die nächste Ebene des Wettbewerbs qualifiziert sind. Daneben gibt es für alle teilnehmenden Dörfer eine gemeinsame Abschlussfeier. Den genauen Zeitpunkt und die Form der Bekanntgabe teilen die jeweiligen Kreisfachberatenden den Dörfern rechtzeitig mit.

            Und ganz unabhängig vom Ergebnis: Was ihr während des Wettbewerbs gemeinsam auf den Weg bringt, bleibt eure Dorfgeschichte – und kann auch nach dem Wettbewerb weitergehen.

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            Die Bewerbung erfolgt einfach und unkompliziert – digital über das Bewerbungsportal.